Homeless in Hamburg

Das war ich im Februar. Eigentlich wollte ich diesen auf Gran Canaria verbringen. Aber leider habe ich statt der Sonne, ein paar Ärzte sehen müssen.

Aber der Reihe nach:

Kurz bevor ich Anfang Februar nach Gran Canaria fliegen wollte, bin ich doch nochmal zum Arzt, da ich seit mehreren Wochen Halsschmerzen hatte, die eher von außen als von innen kamen und auch nicht besser werden wollten. Nach eingehenden Untersuchungen war dann auch schnell klar, wo die Ursache lag (in meiner Schilddrüse, die laut Blutbild eine Überproduktion zeigte, in Wirklichkeit aber eine relativ seltenen Entzündung aufweist(e) – Subakute Thyreoiditis de Quervain wer es genau wissen will). Leider heißt Diagnose nicht gleich Behandlung in Deutschland, so dass ich zwei Wochen auf einen Termin beim Spezialisten warten musste. Zwei Wochen, in denen ich nicht viel machen konnte, außer im Bett liegen. Tja und da meine Wohnung untervermietet war, war es noch nicht mal mein eigenes.

Aber auch dem konnte ich etwas positives abgewinnen, da:

  1. Ich mich bei meiner Mom einquartiert hatte und man sich da bekanntlich ja immer am besten erholt (Und mal ehrlich, so richtig heimatlos ist man dann ja auch nicht :)).
  2. Ich mich für weitere Untersuchung nochmal in Hamburg einfinden musste, was mir die Chance gab, die umliegenden Hostels auszuprobieren.

    Insgesamt habe ich drei Hostels getestet,

    • wovon mich eins erst gar nicht reinlassen wollte, weil sie keine Gäste mit Hamburger Meldeadresse aufnehmen (Das Ambiente dort sah aber auch so aus, als würden sie eher Leute anziehen, die nach einem Streit zu Hause rausgeflogen sind, so dass ich da auch nicht länger als eine Nacht bleiben wollte – Die durfte ich nämlich wenigstens bleiben, nachdem ich der Dame an der Rezeption eine andere Adresse gegeben habe ;)).
    • eins, wovon ich richtig begeistert bin.
    • und eins, was auch okay war, im Vergleich zu meinem Favoriten aber weniger Privatsphäre bot.

    Falls irgendwann also mal die Frage kommt, wo man hier in Hamburg absteigen könnte, bin ich vorbereitet (zumindest für den Preisrange 11 – 20 EUR die Nacht).

  3. Zu der Zeit, wo ich nach Gran Canaria wollte waren dort 11 Grad und Regen. Also auch nicht wirklich Wetter, in das man reisen muss. Hab also nichts verpasst.
  4. Dank meiner „Planungskünste“ alles auf den letzten Drücker zu buchen, habe ich auch gar nicht so viel Geld verloren. Der verfallene Hinflug nach Gran Canaria hatte mich 60 EUR gekostet und hätte ich am Abflugtag nicht noch zwei Nächte Unterkunft, sowie einen Rückflug über Barcelona für 45 EUR gebucht, dann wäre es auch dabei geblieben. So bin ich aber mit etwa 120 EUR Miese raus, was immer noch okay ist (Und Gesundheit geht ja nun mal vor).
  5. Nun weiß ich, dass Flüge in die Kanaren nicht teuer sein müssen. Mit viel Glück findet man einen Direktflug für unter 100 EUR oder man legt einen Zwischenstopp in Madrid oder Barcelona ein und schaut sich ein, zwei Tage diese Städte an (Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel).
  6. Durch das „Rumgeliege“ konnte ich mich etwas um mein Buch kümmern, welches ich Ende Januar veröffentlicht habe. Zwar hat das auch dazu geführt, dass ich nach der ganzen Recherche, wie man das am besten vermarktet, nochmal Cover und letztlich auch die Zusammenfassung geändert habe, aber so bin ich mittlerweile dann ganz happy und kann es auch endlich kundtun :). Wer dazu mehr wissen will geht am besten auf And then came you.
  7. Da mein Körper schon genug mit entzündlichen Prozessen zu tun hatte, habe ich versucht mich größtenteils basisch zu ernähren. Das heißt viel Obst, viel Gemüse, wenig tierische Produkte. Das geht immer noch besser, aber gefühlt tut es mir auf jeden Fall gut. Meine Rücken- und Nackenschmerzen, die ich seit August mit rumschleppe, werden auch immer besser, was entweder an der Ernährung liegt, daran, dass ich nicht ständig am Laptop sitze oder daran, dass die Beschwerden doch einen gewissen Zusammenhang zu meiner Schilddrüse haben (auch wenn die Ärzte das aktuell noch verneinen). Was auch immer es ist, ich hoffe es führt sich fort :).

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