No one is too busy it is all about priorities

[:en]After almost three weeks at “Captain Hunter Hall” I’ve moved a little further up the east coast to Newcastle. The initial idea was always to stay at one place as long as I like it and to move on when it’s enough. In this case I still could have stayed longer but for some reason I had the feeling I was running out of time (which is ridiculous since my visa here expires not before December). But for the three months in between my sisters (Nadi is coming beginning of April) I had the idea to finish the book I started writing two years ago and take care of my second web project where I blog about usability and conversion optimizations. Since we all have 24 hours a day and its being just a matter of priorities how we use them, it was truly my fault that I hadn’t have done as much as I wanted to. But between working in the mornings, enjoying myself in the sun or at the beach in the afternoon and trying not to be completely antisocial in the evenings there was not much time left (which is just a lame excuse, I know). So I had to make the decision between staying or focusing on the things I wanted to accomplish. And so I moved, even if I really enjoyed the last couple of weeks.

As my first helpx experience working for Rob and Frances was probably the best thing that could have happened to me. I helped building a tinder deck, learned how to make decent knots and ripped things out of the wall or the bush (not with my bear hands but with a truck which was even cooler). Frances and Rob are probably by far the kindest and nicest people ever. Always very grateful even for the little things we’ve done for them and even if we already got something in return (food and accommodation). So I definitely intent to come back at some point during my stay here in Australia.

[:de]Nach knapp drei Wochen in der Captain Hunter Hall bin ich weiter nach Newcastle gezogen. Die Idee war ja immer solange an einem Ort zu bleiben, wie es mir gefällt und weiterzuziehen, wenn es das nicht mehr tut. Gefallen hat es mir immer noch (und ich werde bestimmt auch nochmal zurückkommen), aber irgendwie hatte sich das Gefühl eingestellt, dass es Zeit wird, weiterzuziehen.

Vorausgegangen war das Gefühl, dass mir irgendwie die Zeit davon läuft. Für die ersten drei Monate hier hatte ich mir ja vorgenommen weiter an meinem vor zwei Jahre angefangenen Buch zu arbeiten, es idealerweise zu Ende zu bringen und mich dann auch noch um mein zweites Baby userability.de zu kümmern. Mit dem Buch bin ich auch ganz gut weitergekommen, habe aber erst in den letzten Tagen mal wieder was für meinen Usability-Blog getan. Natürlich war das meine Schuld, schließlich haben wir alle 24 Stunden am Tag zur Verfügung, so dass es lediglich eine Frage der Prioritäten ist, wie wir diese nutzen. Und da waren meine anscheinend nicht richtig gesetzt.

Früh aufstehen, bis zum Mittagessen arbeiten, im Anschluss erstmal ein Mittagsschläfchen (schließlich ist man ja früh aufgestanden) und am Nachmittag dann bei gutem Wetter (was hier “leider” so gut wie immer ist ;)) zum Strand oder zumindest in die Sonne, zwischendurch auch noch irgendwo ein Workout, so dass lediglich noch ein bisschen Zeit in den Abendstunden blieb. Wenn man nicht ganz unsozial sein und nach dem Abendbrot direkt in sein Zimmer verschwinden wollte, vielleicht so zwei Stunden am Tag. Zu wenig, um wirklich voranzukommen, so dass ich mich entscheiden musste, zwischen Bleiben oder die Dinge umsetzen, die man sich für die Zeit hier vorgenommen hat. Da ich mich hier sehr wohl gefühlt habe, musste mir zum Schluss dann aber noch mein Körper Entscheidungshilfe liefern, indem er mir in Form eines steifen Nackens zu verstehen gegeben hat, dass ich entweder mit der Arbeit oder mit dem Freeletics-Training pausieren müsste (und wir alle wissen, wie das ausgeht ;)).

Bestand die Arbeit in der ersten Woche noch aus körperlich recht einfachen Arbeiten (Veranda bauen, Dinge mit nem Jeep aus der Wand reißen und sich fast den Finger abhaken – siehe dazu auch: It feels like home), ging es in der zweiten Woche drei Tage hintereinander ins Gebüsch, wo wir den Großteil der Büsche und Bäume zwar auch mit dem Jeep aus der Verwurzelung gerissen haben, dafür aber jedes Mal den steilen Berg rauf- und wieder runter mussten (gutes Beintraining). Da man den Oberkörper nicht auslassen sollte, haben wir in der dritten Woche Wände eingerissen und Erde abtransportiert. Somit konnte ich mich über fehlendes Workout nicht beschweren, nur konnte ich scheinbar dann nicht mehr fünfmal die Woche Freeletics machen (also ich konnte schon, nur mein Nacken hatte was dagegen ;)).

Grundsätzlich ist für Verpflegung und Unterkunft arbeiten aber schon ne feine Sache, so dass ich es auch nochmal irgendwann irgendwo anders machen werde. Hier befürchte ich jetzt aber schon, dass das erste Mal hier nicht zu toppen ist. Zwar gab es als Gegenleistung für unserer Arbeit schon Verpflegung und Unterkunft, allerdings haben es sich Rob und Frances (die das Anwesen hier gekauft haben) dennoch nicht nehmen lassen, einem für jede noch so kleine Kleinigkeit zu danken. Somit hatte man tatsächlich das Gefühl, auch wirklich einen wertvollen Beitrag zu leisten.

Was es sonst noch gab:

  1. Ich hab meinen ersten Riesenspinnen-“Angriff” überlebt. Und das an dem Abend, an dem ich über eine giftige Spinnenart gelesen habe, die es vermehrt in Sydney gibt (wo ich ja nun mal war) und die ins Haus kommt, wenn es regnet (was es zu diesem Zeitpunkt getan hat). War aber “nur” eine Huntsman. Dennoch viel zu groß, um mir mit ihr das Badezimmer teilen zu wollen.
  2. Bis auf den kleinen Unfall mit der Axt in meinem Finger statt im Holz, hab ich mich verletzungstechnisch ganz gut gehalten. Einmal musste man sich ein wenig Sorgen machen, als mein Rücken so aus sah, als hätte man mir ein Messer reingerammt. Letztlich war es aber “nur” ein Blutegel, der sich unter meine Kleidung geschlichen und mit einem relativ kleinen Loch ein riesen Blutbad anrichtet hat (Blutegel betäuben die Einstichstelle erst und spritzen dann was rein, was die Blutgerinnung hemmt). Da es Leute gibt, die viel Geld für eine Blutegel-Therapie bezahlen, hab ich auch das überlebt.
  3. Zwischenzeitlich musste ich auch einen neuen Untermieter für meine Wohnung in Hamburg suchen, was aber zum Glück und Dank Frida und Piet sehr schnell geklappt hat. Als Bonus gibt es ab Februar dann auch ein kleines Taschengeld, da ich die Wohnung bisher ja zum Selbstkostenpreis vermietet, jetzt aber einen Möblierungsaufschlag genommen habe. Hier musste ich mich dann auch mit der Frage beschäftigen, bis wann ich sie vermieten will. Lediglich erstmal für ein halbes Jahr oder bis Ende des Jahres, wenn mein Visum hier ausläuft. Da ich mich nicht im Winter zurückkommen sehe, wollte ich dann erstmal nur ein halbes Jahr, während meine neue Untermieterin lieber bis Ende des Jahres wollte. Letztlich haben wir uns dann auf Ende September mit Option auf Verlängerung geeinigt, was mir die Möglichkeit gibt dennoch im Sommer zurückzukommen, ohne mich festlegen zu müssen oder zu weit im Voraus zu planen ;).
  4. Die Fahrt mit dem Zug von Sydney nach Newcastle, die immerhin 2 1/2 h dauert und somit Berlin-Hamburg entspricht, hat mich ganze 13 Dollar (knapp 9 EUR) gekostet. Da könnte sich Deutschland mal von inspirieren lassen. Auch gibt es hier in Newcastle wieder kostenlose Busfahrten innerhalb der Innenstadt.
  5. Wenn man sich irgendwann mal wundert, warum ein 4-Bettzimmer das gleiche kostet, wie ein 10-Bettzimmer, dann hat das damit zu tun, dass man sich zwischen Platz und ggbfs. Lärm entscheidet. Schon im YHA in Collaroy kam ich im 6-Bettzimmer kaum auf mein Bett geschweige denn zu meinem Schrank. Im Yha in Newcastle sollte sich das wiederholen, wenn ich mich nicht freiwillig ins 10er transferiert hätte. Gegen Lärm könnte man ja ggbfs. was tun. Gegen wenig Platz kann ich mich ja schlecht noch kleiner machen. Da es bei 10 Leute ganz schön viele gibt, die dir die Luft wegatmen, muss ich mich dann nächstes Mal nur noch ans Fenster legen.

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4 Comments

  1. AyH
    29. January 2016
    Reply

    gegebenenfalls = ggf. 😉

  2. Omi und Manfred
    3. February 2016
    Reply

    Macht Spaß deine Beiträge zu lesen, pass nur auf, dass dich böse Tiere
    nicht kalt machen.LG OM

    • Nick
      Nick
      4. February 2016
      Reply

      Jap ich pass auf, dass mich nichts beißt 🙂

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