Warum sich eine Autofahrt nach Spanien (nicht) lohnt.

Nachdem ich letztes Jahr bereits den November in Sevilla verbracht habe, wusste ich, dass ich auch dieses Jahr wieder dem nasskalten Wetter entfliehen wollte. Vor allem, da ich dieses Jahr auf Lilli aufgepasst habe und somit mindestens dreimal am Tag vor die Tür musste. Und da ich das nun mal lieber in der Sonne tue, habe ich Lilli ins Auto gepackt und bin mit ihr nach Marbella gefahren.

Und hier was ich herausgefunden habe:

1. Es lohnt sich nicht wirklich nach Spanien zu fahren.
Vignetten in der Schweiz, Mautgebühren in Spanien und Frankreich und dann natürlich Benzin und schon hat man rund 1000 EUR ausgegeben. Wohlgemerkt ohne Unterkunft. Für das Geld komme ich nach Australien und zurück und hätte immer noch was über.

2. Die Franzosen müssen ihre Proteste ausgerechnet dann starten, wenn wir da lang fahren wollen.
Auf dem Weg nach Marbella sind wir leider genau in die Proteste in Frankreich gefahren. 365 Tage im Jahr und die Franzosen wählen ausgerechnet den Tag, an dem ich da lang fahren will. Somit wurde aus einem 9 Stunden ein 14 Stunden-Trip. Was für mich immer noch okay war, Lilli aber so ausgelaugt hat, dass ich sie auf meinem Bett hab schlafen lassen, statt ihr den harten Boden anzubieten.

3. 110 km/h auf einer leeren Autobahn ist gefährlicher als 180 km/h auf einer befahrenen.
Wenn in Frankreich gerade niemand auf der Autobahn demonstriert, ist diese eigentlich recht leer. Dennoch darf man dort lediglich 110 km/h fahren. Was sicher gut für die Umwelt ist, aber schlecht für die Konzentration. Zwischenzeitlich habe ich sogar darüber nachgedacht eine Serie auf meinem Laptop anzustoßen.

4. Das selbe Straßenschild meint leider nicht das selbe in jedem Land
Unser „Geschwindigkeit aufgehoben“-Schild gibt es auch in der Schweiz. Leider bedeutet es dort nicht das selbe. Und da Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, durfte ich das leider mit einem Lehrgeld von 220 EUR bezahlen und hatte dabei noch Glück, dass die Radarfalle nicht öfter zugeschlagen hat.

5. Mom’s Navigationssystem mag keine Tunnel
Ich weiß nicht, was Mom’s Navigationssystem gegen Tunnel hat, aber auf jeden Fall meidet es diese jedes Mal, wenn man ein neues Ziel eingibt. Wenn man das also vergisst, dann fährt man plötzlich über Berg und Tal, was dank der kurvigen Abschnitte und Bremsschwellen besonders angenehm für Lilli ist…nicht.

6. Marbella ist ziemlich zugebaut
Auf der einen Seite der Strand, auf der anderen die Autobahn mit Stop&Go-Auffahrten. Dazwischen jede Menge Häuser, aber keine Verbindungsstraßen (das ist dann tatsächlich die Autobahn). Wenn ich Lilli also nicht gerade zwischen den ganzen Autos Gassi führen möchte, blieb uns lediglich der Strand, der irgendwann dann auch immer wieder gleich aussah.

7. Es lohnt sich dennoch den November/Dezember im Warmen zu verbringen
Auch wenn es sich nicht lohnt, das Auto zu nehmen, lohnt es sich definitiv den November/Dezember in Spanien zu verbringen. Zum einen, weil man dann die Weihnachtspfunde verpasst und zum anderen, weil es sich im Warmen definitiv besser leben lässt. Und auch, wenn der Trip dorthin für Lilli anstrengend war, hat sie die Ausflüge am Strand sehr genossen und am Ende sogar gedacht, dass der Strand ihr gehören würde (indem sie jeden Hund von weitem angekläfft hat).

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